Die im letzten Beitrag beschriebenen Grenzen, an die die MRP II-Logik in Hinblick auf die Herausforderungen von Industrie 4.0 stößt, können durch die Verwendung von Advanced Planning and Scheduling (APS) überwunden werden. APS berücksichtigt bei der Planung alle relevanten Planungsparameter (Kapazitäten, Materialverfügbarkeit) und verwendet intelligente Algorithmen wie z.B. heuristische Optimierungsverfahren für eine realitätsnahe Planung. Da die Umstellung eines ERP-Systems auf die APS-Logik tiefgreifende Auswirkungen auf Datenmodelle und Architektur der ERP hat, ist nicht davon auszugehen, dass die Defizite von ERP-Systemen in Hinblick auf Industrie 4.0 kurzfristig beseitigt werden.

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Problematik setzen Unternehmen inzwischen vermehrt auf den Einsatz von MES-Lösungen, die aufgrund integrierter APS-Logik oft eine präzisere, weil detailliertere Feinplanung und Steuerung erlauben und bessere Echtzeitfähigkeit anbieten.

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