Top 5 Entscheidungsgründe in der Kunststoffindustrie

Die 79 Unternehmen aus der Kunststoffindustrie, die sich an der Studie „ERP in der Praxis 2012/2013“ beteiligten, gaben am häufigsten die Funktionalität als Grund für die Auswahl eines bestimmten ERP-Systems. Ob sich dies auch in der aktuellen Umfrage ERP in der Praxis 2016 bestätigt, erfahren wir im September.

Die 79 Unternehmen aus der Kunststoffindustrie, die sich an der Studie „ERP in der Praxis 2012/2013“ beteiligten, gaben am häufigsten die Funktionalität als Grund für die Auswahl eines bestimmten ERP-Systems an. Ob sich dies auch in der aktuellen Umfrage ERP in der Praxis 2016 bestätigt, erfahren wir im September.

Die betrieblichen Gegebenheiten in der Kunststoffindustrie stellen insbesondere im Hinblick auf die Planung und Steuerung der inner- wie auch der überbetrieblichen Logistik große Herausforderungen an die dort eingesetzten ERP-Systeme: Zu den Besonderheiten der meist mittelständisch geprägten Branche, in der Fertigungsverfahren wie der Spritzguss oder die Extrusion weit verbreitet sind, zählen eine ausgeprägte Prozesscharakteristik mit Batch-Fertigung, Kuppelproduktion, eine sehr ausgeprägte Verwaltung von – oftmals strukturierten – Werkzeugen (Grundwerkzeug, Formnester) unter Berücksichtigung von Verfügbarkeiten und Standzeiten sowie eine intensive Nutzung der Maschinendatenerfassung (MDE) für die prozessbegleitende Qualitätssicherung (z.B. Inline-Recycling) und Fertigungssteuerung (z.B. Schusszahlen, Maschinenstatus). Schließlich unterliegen viele Kunststoffverarbeiter zusätzlich kundenseitigen Anforderungen, die sich stark auf den ERP-Einsatz auswirken: Z.B. müssen Automobilzulieferer oftmals sehr komplexe Verpackungsvorschriften ihrer Kunden abbilden oder Lieferanten für die Medizintechnik die lückenlose Rückverfolgbarkeit einzelner Bauteile gewährleisten.

Schon im Jahr 2013 hat die Studie „ERP-Einsatz in der Praxis“ der Trovarit gezeigt, dass der ERP-Einsatz in der Kunststoffindustrie überproportional stark mit dem Ziel erfolgt, die Kapazitätsauslastung des – oft kostspieligen – Maschinenparks zu erhöhen, Kosten zu senken und die Kundenzufriedenheit mit der Auftragsabwicklung (z.B. Termintreue) zu steigern. Um diese Ziele zu erreichen legen Kunststoffverarbeiter bei der ERP-Auswahl großen Wert auf eine geeignete Software-Funktionalität. Darüber hinaus soll die Software mittelstandstauglich, anwenderfreundlich und möglichst flexibel sein. Eine relativ große Rolle bei der ERP-Auswahl spielt auch das Kosten-/Nutzenverhältnis sowie die Fachkompetenz des ERP-Anbieters.